Persönliche Stellungnahme
Prof. Dr. Dieter Haselbach:

Ich bin Mitautor eines Buches, das eine Betonierung in der subventionierten Kultur beklagt und das eine frische konzeptionelle Diskussion kulturpolitischer Ziele und Strategien anstoßen soll. Nicht zu wissen, dass es auch andere Positionen zu solchen Fragen und dass es vor allem Interessenten am derzeitigen Kulturfördersystem gibt, wäre naiv gewesen. Natürlich soll ein Autor bei Meinungsdifferenzen angegangen werden, genau das wollte das Autorenteam, das für das Buch verantwortlich ist.

Vom Schreiben kulturpolitischer Bücher kann man nicht leben. Mein Brotberuf ist die Beratung in der Kultur, daneben bin ich als Geschäftsführer des Zentrums für Kulturforschung verantwortlich für die wirtschaftliche Strategie des Instituts. Leider vermischen einige Kombattanten die beiden Rollen, die ich erfülle und schlagen nun auf das Zentrum für Kulturforschung ein, wo sie den Mitautor des Buches meinen. Das Zentrum für Kulturforschung ist ein Forschungsinstitut und kein politisch beratendes Institut und war an der Entstehung dieses Werks nicht beteiligt. Was das Buch angeht, bin ich davon ausgegangen, dass eine politische Äußerung als Privatperson auch als solche gelesen wird. Da dies nicht der Fall ist, sehe ich mich dazu gezwungen, die Sachverhalte institutionell zu vollziehen und setze meine Tätigkeit als Geschäftsführer des Zentrums aus. Ich möchte nicht, dass diese Institution Schaden nimmt.